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Kleiner, geschichtlicher Exkurs: Wer hat den Sonnenschirm erfunden?

Was viele nicht wussten, der Sonnenschirm ist eigentlich viel älter als unser heutiger praktischer Regenschirm, beide auf dem gerade bei schlechterem Wetter nicht verzichten wollen. Es waren mal wieder die Ägypter, die wahrscheinlich aufgrund des viel höheren Lichtaufkommens sich diesen intelligenten und praktischen Sonnenschutz entwickelt haben. Lassen Sie uns gemeinsam ein paar Schritte in der Geschichte zurückgehen, um die eigentlichen Erfinder und die Entwicklungen der Sonnenschirme zu hinter leuchten.

Wo liegen die Anfänge des Sonnenschirms?

Es dürfte sich herumgesprochen haben, dass gerade die Ägypter besonders innovativ in ihrer Denkweise waren und den Großteil aller Erfindungen angeschoben haben. So steht es auch mit dem Sonnenschirm, der hier seine Heimat findet. Aber auch in China und in Persien, schlichtweg überall, wo es über das Jahr hinweg von einem intensiven Sonnenaufkommen auszugehen ist, hat man sich eine Möglichkeit geschaffen, die stechenden, beißenden und gleißenden Sonnenstrahlen in den Griff zu bekommen. Heute verweisen vor allen Dingen Statuen, Fresken und Aufzeichnungen auf die ersten Sonnenschirme. Bis zum heutigen Tage sind Abbildungen erhalten, auf denen der persische König Xerxes I. von einem seiner Untergebenen mit einem Sonnenschirm geschützt wurde. Hier ist in jedem Fall von so genannten Baldachinen die Rede.

Die Entwicklung der heutigen Sonnenschirme in der Übersicht

Im späteren Verlauf entwickelte man in Ostasien, wie in Japan und in Birma, vor allen Dingen leichtere Bespannung aus Papier. An anderen Orten flechteten Menschen eigene Schirme aus Stroh, so ließen sich diese Sonnenschirme ganz einfach transportieren.

Erst im 17. Jahrhundert bildete sich ein handlicher und praktischer Sonnenschirm heraus, den man ganz einfach in der Hand hielt. Um 1915 konnte sich keine Dame vorstellen, ohne ihren Schirm aus dem Haus zu gehen. Gerade damals war es die vornehme Blässe, die man sich über den umfassenden Sonnenschutz bewahren wollte. So ist es nicht verwunderlich, dass sich gerade in dieser Zeit eine enorme Variation an Farben, Formen und Größen entwickelt hat. Möchte man etwas mehr über die Kultur und die Lebensformen einiger Menschen in den Regionen erfahren, ist es ratsam, einen Blick auf ihre Sonnenschirme zu werfen.

In Mitteleuropa hatte man sich in dieser Zeit bereits auf dem Balkon und in den Straßencafés für die großen Schirme entschieden und diese mit immer mehr Qualitätskriterien ausgestattet. Bis ins 20. Jahrhundert hinein bildeten auch die handlichen Modelle eine feste Komponente.

Wie ist aus einem Sonnenschirm auf einmal ein Regenschirm geworden? So skurril und einfach es auch klingen mag, war es nur die wetterfeste Bespannung, die den merklichen Unterschied zwischen diesen Accessoires bildet.

Die vornehme Blässe der oberen Gesellschaftsschichten

Eigentlich wurden die damaligen Frühformen der Sonnenschirme vornehmlich von Frauen verwendet. Man wollte sich vor den heißen Sonnenstrahlen schützen und insbesondere in Ostasien auch vor der zunehmenden Bräune. Bis zum heutigen Tag gelten in Asien die Blässe und der helle Teint als besonders vornehm und attraktiv. Der damalige Hintergrund, dass nur die niederen Beruf ohne Sonnenschutz ins Freie gehen, ist verlorengegangen. Jedoch haben sich viele Frauen in Japan und auch ältere Spanierinnen ihre Tradition und Eigenart bewahrt, im Sommer ausschließlich mit einem tragbaren Sonnenschirm rauszugehen.

Reich verzierte und geschmückte Sonnenschirme in Indien

Im direkten Vergleich zu den eher praktischen Funktionen hatte man in Indien vor allen Dingen reich verzierte Schirme herausgebracht, die wiederum die Schriftzüge und die Eigenarten des Königs, des Throns und seiner Krone symbolisierten. Bis zum heutigen Tage zählen Sonnenschirme hier als Glückssymbole. So werden diese auch in dem buddhistischen Tempeln von Thailand noch immer eingesetzt.

Wenn wir nun auf der Terrasse auf unseren Sonnenschirm blicken, können wir uns wohl nur noch schwerlich vorstellen, welch lebendige und traditionsreiche Vergangenheit dieses praktische Utensil hinter sicher gebracht hat.


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